Gemeindeporträt


Krauchthal liegt in einem Talkessel an der Strasse von Burgdorf nach Bern. Die Siedlungsstruktur mit Dorf, Weiler und Einzelhof zeigt den typisch emmentalischen Einfluss, obwohl Krauchthal ganz am westlichen Rand dieser Landschaft liegt.

Die Gemeinde in Zahlen

Gemeindegrösse    

Gesamtfläche
- davon Wald
- unproduktiv

ca.
ca.
ca.
1'944 ha
938 ha
13 ha
Anzahl Grundstücke ca. 1'937
     
Höchster Punkt
Gebiet Rotenegg
 
916 müM
Tiefster Punkt
Rainmatt Hettiswil
   
538 müM
     
Steuersatz
siehe hier
   
Trinkwasserqualität
- Quelle Strickhalde
- Verteilnetz
- Grundwasser Lindenfeld
- Grundwasser Fili
- Anstalten Thorberg
- WV Grubenhaus
  franz. Härtegrad
25.9 hart
26.9 hart
33.0 hart
31.2 hart
41.3 hart
 33.4 hart
     
Einwohnerzahlen  
31.12.1999 2'237  
31.12.2000 2'292 + 2.45 %
31.12.2001  2'338  + 2.00 %
31.12.2002  2'339 + 0.04 %
31.12.2003  2'322  - 0.80 %
31.12.2004 2'328  + 0.25 %
31.12.2005  2'332 + 0.17 %
31.12.2006  2'338 + 0.25 %
31.12.2007  2'301  - 1.60 %
31.12.2008 2'292 - 0.40 %
31.12.2009  2'280 - 0.53 %
31.12.2010 2'323 + 1.88 %
31.12.2011 2'334 + 0.47 %
31.12.2012 2'345 + 0.47 %
31.12.2013 2'320 - 1.07 %
31.12.2014 2'330 + 0.43 %

 

Geschichte

Die Entstehung der Einwohnergemeinde Krauchthal
Mit dem "Gesetz über die Organisation und Geschäftsführung der Gemeinde" vom 20. Dezember 1933 wurden die verbindlichen rechtlichen Grundlagen für die Bildung der Einwohnergemeinde geschaffen. Aus dem Gebiet der Kirchgemeinde Krauchthal entstand damals gestützt auf die verbindlichen kantonalen Vorschriften eine selbständige Einwohnergemeinde. Die früher von den bestehenden Viertelsgemeinden (Krauchthal, Hettiswil, Hub, Dieterswald) besorgten Aufgaben übernahm im Laufe der Zeit die Einwohnergemeinde.

Das Kloster in Hettiswil
Im Jahre 970 gründete der alte, kriegsmüde Wilhelm von Aquitanien in der Einsamkeit von Cluny ein Kloster, welches das Mutterhaus von über 2000 Klöstern wurde. Heinrich, ein bescheidener Priester der Gegend baute im Jahr 1107 mit Hilfe seinder Brüder und anderer frommer Christen in Otthonis villarii (Ottos Weiler = Hettiswil) ein Kloster. Mönche aus benachtbarten Klöstern bewohnten danach das Gotteshaus in Hettiswil. Das Kloster erlebte den Wohlstand nie; es litt unter der Konkurrenz der reichen Klöster Münchenbuchsee, Frienisberg, Fraubrunnen und Thorberg.

Das Lindenzytli
Mitten in Hettiswil steht das Wahrzeichen des Dorfes: das Lindenzytli. Nach Aufhebung des Klosters im Jahre 1528 diente das Kloster-Glöcklein weltlichen Zwecken. Es wurde in Bern als Marktglocke verwendet und kam später wieder zurück nach Hettiswil. Weil kein Turm vorhanden war, hängte man die Glocke in die Linde, welche am Platz des heutigen Lindenzytli stand. Die Glocke, die einst die Mönche zum Gebet gerufen hatte, rief nun die Dorfschaft zu Zeiten der Feuersnot zusammen und schlug ihnen die Stunde.

Die Kirche
Die heutige reformierte Kirche wurde 1793/94 am Rande des Dorfes Krauchthal gebaut. Sie ein schlichtes Gebäude mit spätbarocken Elementen. Bemerkenswert ist der Frontturm mit den zwei seitlichen Treppen. Die drei Chorfenster wurden von Rudolf Münger gestaltet, die Goll-Orgel 1954 renoviert. Im Turm hängen vier Glocken. Neben der Kirche steht das Pfarrhaus von 1736.

 

Wappen

Krauchthal    
  Gemeindewappen Krauchthal
Ursprung im 14. Jahrhundert als Familienwappen der Familie "von Krauchthal". Peter von Krauchthal (gestorben 1425) und seine Frau Anna von Velschen (gestorben 1464) galten als reichste Berner ihrer Zeit. Mit ihnen starb die Familie aus. Das Wappen zeigt auf silbernem Grund einen roten Schrägbalken und zwei fünfblättrige Rosen.
     
Hettiswil    
  Dorfwappen Hettiswil
Es erinnert an das kleine Rebgut, welches das Kloster Hettiswil in Twann besass. Mit der Reformation kam aller Kirchenbesitz in Staatshände. Ein Schaffner von Hettiswil (Verwalter) führte im 17. oder 18. Jahrhundert in seinem Siegel die zwei Rebmesser. Daraus wurde später das Dorfwappen. Seit wann genau es geführt wird, ist nicht bekannt. Das Wappen zeigt zwei Rebmesser auf blauem Hintergrund.
     
Hub    
  Dorfwappen Hub
Sein historischer Ursprung ist nicht bekannt. Das Wappen findet sich aber auf der Schützenfahne der Gesellschaft Geristein-Hub von 1936. Zudem ist es im Staatsarchiv Bern unter "Hub" inventarisiert. Der waagrecht rot-weiss geteilte Hintergrund zeigt in jedem Feld einen liegenden Sichelmond.